Krankenpflegevereine

Solidarität, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe

Die ersten Krankenpflegevereine wurden vor über einhundertfünfundzwanzig Jahren mit dem gleichen Ziel gegründet wie heute: alten, kranken und behinderten Menschen in der Gemeinde die notwendige Hilfe und Pflege zu geben.

Sie sind unter vielen Namen bekannt: Krankenpflegevereine, Krankenpflegefördervereine, Vinzenzius-Vereine, Verein für Caritas und Diakonie oder Diakonieverein. Sie sind in ökumenischer, evangelischer, katholischer oder auch kommunaler Trägerschaft. Die zum Teil über einhundertfünfundzwanzig Jahre alten Vereine wurden mit dem gleichen Ziel gegründet: alten, kranken und behinderten Menschen in der Gemeinde die notwendige Hilfe und Pflege zu geben.

Sie sind entstanden aus dem Verständnis, dass Hilfe für kranke Menschen zu organisieren nur im solidarischen Miteinander erfolgreich sein würde. Mit ihren Mitteln unterstützen die Fördervereine Gemeindekrankenschwestern, Diakonissen, Ordensschwestern und damit auch die Betreuung der Wöchnerinnen, die Pflege der Kinder, die Altenhilfe und Sterbebegleitung.

Der Kerngedanke der Solidarität, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe wird in den Förder- und Krankenpflegevereinen bis heute groß geschrieben. Als in Baden-Württemberg Ende der siebziger Jahre mit dem Knüpfen eines flächendeckenden Netzes von "Sozialstationen" die häusliche Alten- und Krankenpflege neu strukturiert und professionalisiert wurde, verloren die Krankenpflegevereine zwar zunächst an Bedeutung. Die freiwillige solziale Arbeit der Vereine lebte jedoch vielfältig fort und nahm neue Aufgaben in Angriff: Die Krankenpflegevereine unterstützen beispielsweise Kirchliche Sozialstationen und ermöglichen damit eine Hilfe und Pflege, die häufig über die mageren gesetzlichen Leistungen hinausgeht. Mehr als sechzehn Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung ist das wichtiger denn je, denn die Pflegeversicherung garantiert ja nur das Mindestmaß an Fachpflege. Damit habe die Krankenpflegevereine wieder ihren ursprünglichen Zweck: intensive Beratung, Sterbebegleitung, Kursangebote für pflegende Angehörige sowie Gespräche und zeitliche Zuwendung in Not- und Krisensituationen zu ermöglichen. Mit der finanziellen Unterstützung der Krankenpflegevereine können die Diakonie- und Sozialstationen also auch ihren bersonderen diakonischen Auftrag erfüllen.

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